Was verstehen wir unter Soft Skills?

Das SoftSkillers Programm arbeitet mit den 15 für Beruf und Arbeit wesentlichen Soft Skills in 4 Clustern. Diese Kompetenzen wurden in einer Reihe von Untersuchungen mit mehr als 1.000 beteiligten Unternehmen aller Größenordnungen in Mitteleuropa als „die relevanten Skills“ identifiziert.

Erfolgsfaktor Soft Skills

Im Jahr 2010 wurde diese Systematik in einer europaweiten Untersuchung in Unternehmen, öffentlichem Sektor und Bildungseinrichtungen in 20 EU-Staaten angewendet und evaluiert. Diese Studie wurde im Auftrag der EU-Kommission federführend durch die Entwickler der Terminologie – RPIC-ViP (CZ) – durchgeführt. Von deutscher Seite war unter anderem das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur der Goethe-Universität Frankfurt/M. beteiligt.

Soft Skills auf einen Blick

Die Cluster

Zur Beurteilung eines Persönlichkeitstypus nutzen wir vier Soft Skills Cluster, zu denen jeweils verschiedene Kompetenzen zählen. Mehr zu den Clustern Beziehungs- und Servicekompetenz, persönliche Leistungsfähigkeit, individuelle Wirksamkeit und Führungs- und Beeinflussungskompetenz erfahren Sie von uns im persönlichen Beratungsgespräch.

Alle Soft Skills auf einen Blick

Diese Kompetenz repräsentiert die Fähigkeit zur aktiven Kommunikation, zum Zuhören, Verstehen und Argumentieren. Sie integriert auch die Fähigkeit zur guten Präsentation und natürlich grundlegende Fertigkeiten in der verbalen und oralen Kommunikation in der Muttersprache. 

Zu den Sub-Kompetenzen zählt u.a.:

  • die Fähigkeit, mit verschiedenen Charakteren von Menschen zu kommunizieren
  • die Fähigkeit zur Selbstreflexion (Modifikation eigener Kommunikation aufgrund der Reaktionen des Empfängers)

Die Effizienz hat eine große Bedeutung für gute Arbeitsleistungen und das Streben nach einem „Standard of Excellence“. Dieser Standard kann die eigene, vergangene individuelle Leistung oder eine objektive Messung sein. Ebenso stehen hinter diesem Standard die Leistung Anderer oder eigene,  herausfordernde, selbst gesteckte Ziele.

Zu den Sub-Kompetenzen zählen u.a.:

  • die Fähigkeit, konstante oder ein  einmaliges, signifikantes Resultat zu erreichen
  • die Fähigkeit zu harter Arbeit und Durchhaltevermögen

„Organisation“ und „Planung“ sind Begriffe, die natürlicherweise und automatisch mit Arbeitsprozessen in Verbindung gebracht werden. Diese Kompetenz repräsentiert die Fähigkeit zur Organisation und Planung der eigenen Arbeit, Zeit und Ressourcen. Sie ist verbunden mit Leistungsorientierung und analytischem Denken.

Zu den Sub-Kompetenzen zählen u.a.:

  • die Fähigkeit, ganzheitlich zu denken
  • die Fähigkeit, das Ganze in Sektionen zu unterteilen und Interaktionen zwischen diesen zu verstehen
  • die Fähigkeit zum Zeitmanagement

Diese Kompetenz bedeutet die Fähigkeit und Bereitschaft, sich unter Stress oder in ungewohnten Arbeitssituationen gut zu benehmen und angemessen zu agieren. Selbstkontrolle ist die Fähigkeit, Emotionen zu kontrollieren und der Versuchung negativer Aktionen in Situationen mit Widerstand, Feindseligkeit Anderer oder schlicht bei Arbeit unter Stress zu widerstehen. Das bedeutet auch, die Fähigkeit zu besitzen, Frustration und Hindernisse zu überwinden, ohne dabei die Ruhe zu verlieren.

Zu den Sub-Kompetenzen zählen u.a.:

  • die Fähigkeit, in stressigen Situationen ruhig und konzentriert zu bleiben
  • die Fähigkeit, mit Fehlern oder ausbleibendem Erfolg umzugehen und die eigene Leistungsfähigkeit zu erhalten (Resilienz)
  • die Fähigkeit zur Kontrolle der eigenen Emotionen

Diese Fähigkeit entsteht aus der Motivation und dem Verlangen, Neues zu lernen, was sich in der eigenen Entwicklung reflektiert; neue Informationen zu akzeptieren, an Bildungsprogrammen teilzunehmen und alles Nützliche, das er/sie gelernt hat, in der Praxis anzuwenden.

Zu den Sub-Kompetenzen zählen u.a.:

  • die Fähigkeit und der Willen, Zeit und Energie in die eigene Entwicklung zu investieren
  • die Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen und Misserfolg zu analysieren

Die Kompetenz für Kooperation (oder Teamfähigkeit) bedeutet eine originäre Intention, mit anderen kooperativ zusammenzuarbeiten und Teil eines Teams zu sein. Das gemeinsame Arbeiten versteht sich als Gegenteil zu separater oder wettbewerbsartiger Arbeit.

Zu den Sub-Kompetenzen zählen u.a.:

  • im Bereich Nützlichkeit die Fähigkeit, eigenes Wissen und eigene Kompetenzen zu teilen
  • im Bereich Zielorientierung die Fähigkeit, Meinungen und Vorstellungen von Anderen zu respektieren
  • im Bereich Empathie die Fähigkeit, zuvorkommend und tolerant Anderen gegenüber zu sein

Um eine Aktion zu starten, ist Initiative notwendig. Initiative Menschen machen im Job mehr als gefordert oder erwartet wird, machen Dinge, die niemand verlangt hat, die allerdings die Arbeitsergebnisse verbessern oder Probleme vermeiden bzw. neue Möglichkeiten generieren. Diese Kompetenz beschreibt das persönliche Interesse an der Welt um einen herum, die Fähigkeit, proaktiv Möglichkeiten zu suchen, an verschiedenen Aktivitäten teilzuhaben und zu beeinflussen, was um einen herum geschieht.

Zu den Sub-Kompetenzen zählen u.a:

  • die Fähigkeit, sich persönlich über das erwartete Level hinaus zu engagieren (Eigeninitiative)
  • die Fähigkeit, trotz Hindernissen und Fehlern „weiter zu gehen“

Es ist ein grundlegendes Bedürfnis, mehr über Dinge, Menschen oder Probleme zu erfahren. Die Suche nach Informationen impliziert den Versuch, mehr Informationen zu erlangen, und Situationen nicht nach einem „bloßen Augenschein“ (=Nennwert) zu beurteilen oder akzeptieren. Dies bedeutet die Fähigkeit, nach Quellen zu suchen und „tiefer nachzuschauen“.

Zu den Sub-Kompetenzen zählen u.a.:

  • die Fähigkeit, Dokumente anzulegen und zu organisieren
  • die Fähigkeit, verschiedene Daten- und Informationsquellen zu prüfen
  • die Fähigkeit, nach exakten Informationen zu „graben“ oder Diskrepanzen zwischen verschiedenen Informationen durch strukturierte Fragestellungen aufzulösen

… ist die Fähigkeit, effektiv und mit einer Vielzahl von Situationen oder  Individuen zu arbeiten und sich diesen anzupassen, verschiedene und gegensätzliche Perspektiven eines Problems zu verstehen und anzuerkennen, Lösungsansätze zu verändern, wenn sich eine Situation verändert, und ebenso sich selbst zu ändern und so einfacher Veränderungen in der eigenen Organisation oder von Arbeitsanforderungen zu akzeptieren. Flexibilität ermöglicht es dem „herausragenden Performer“, andere Kompetenzen und Fertigkeiten auf die Anforderungen einer Situation anzupassen.

Zu den Sub-Kompetenzen zählen u.a.:

  • die Fähigkeit, den eigenen Arbeitsstil und Prozesse je nach aktuellen Anforderungen zu verändern (bspw. pendeln zur Arbeit, Überstunden, Schichtarbeit)
  • die Fähigkeit, neue Ideen und Ansätze zu akzeptieren – ein „offener Geist“
  • die Fähigkeit, „verschiedene Wege nach Rom“ zu erproben

Die Beeinflussung Anderer drückt die Intention, Andere zu beeindrucken, zu beeinflussen und zu überzeugen aus – mit dem Ziel, Unterstützung für die eigene Agenda zu erhalten; oder auch das Verlangen, einen spezifischen Einfluss oder Effekt bei Anderen zu erwirken. Diese Fähigkeit wird stark durch zwischenmenschliches Verständnis unterstützt.

Zu den Sub-Kompetenzen zählen u.a.:

  • die Fähigkeit, die Effekte einer Aktion auf das eigene Image beim Empfänger zu antizipieren
  • die Fähigkeit zum bewussten Einsatz oder der Vorenthaltung von Informationen, um spezielle Effekte zu erreichen

Diese Kompetenz ist gleichbedeutend mit dem Wunsch, Anderen zu helfen oder zu dienen und deren Bedürfnisse zu befriedigen. Dies bedeutet, die eigenen Anstrengungen darauf zu fokussieren, die Bedürfnisse der Kunden zu erkennen. Im Sinne des „Verstehens“ ist das gleichbedeutend mit zwischenmenschlichem Verständnis. 

Zu den Sub-Kompetenzen zählen u.a.:

  • die Fähigkeit der Nutzung von „win-win“-Verhandlungsstrategien zur Erreichung eines Kompromisses zwischen den eigenen (Firmen-)-bedürfnissen und denen des Kunden
  • die Fähigkeit zum Umgang mit eigenen „feindseligen“ Gefühlen gegenüber dem Kunden und/oder seinen Forderungen

Kompetent in Sachen Problemlösung zu sein bedeutet, in der Lage zu sein, ein Problem zu erkennen, zu beschreiben, zu klassifizieren und in einem Kontext einzuordnen. Dabei ist es wichtig, ein Problem aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten um so einen richtigen Ansatz zur Lösung zu wählen. Während der Problemlösung ist es wichtig, auf Veränderungen zu reagieren, die durch das Problem und den gewählten Lösungsansatz auftreten.

Zu den Sub-Kompetenzen zählen u.a.:

  • die Fähigkeit zur Unterscheidung zwischen wichtig und unwichtig
  • die Fähigkeit zur systematischen Herangehensweise an die Lösung eines Problems

… steht für die Fähigkeit, Verantwortung für eigene Aktivitäten und die Arbeit in einer geplanten, erfolgsorientierten und nachhaltigen Weise zu übernehmen. Das bedeutet, eine Person muss nicht regelmäßig überprüft werden. Die Person weiß, wie die eigene Arbeitslast zu managen ist, so dass Tätigkeiten planmäßig abgeschlossen werden, ohne dabei zu sehr in Stress zu geraten. Sie kann ebenso mit neuen Situationen umgehen, auch wenn es hier möglicherweise keine „fertigen“ Lösungen gibt.

Zu den Sub-Kompetenzen zählen u.a.:

  • die Fähigkeit, systematisch und voll konzentriert zu arbeiten
  • die Fähigkeit, unabhängig Entscheidungen zu treffen, basierend auf Erfahrung und Urteilskraft

Unternehmertum ist die Grundlage von Kunst, Wissenschaft, Geschäft, Philosophie und Technologie. Der kreative Prozess involviert die Integration verschiedener mentaler Funktionen und integriert ebenso alle Komponenten der eigenen Lebenserfahrung.

Zu den Sub-Kompetenzen zählen u.a.:

  • die Fähigkeit zur Innovation (Entwicklung neuer Produkte, Lösungen, Prozesse, …)
  • die Fähigkeit „seitwärts zu denken“, ausgeprägte Vorstellungskraft und Phantasie
  • Toleranz gegenüber Zweifeln und Unsicherheit

Führungskompetenz ist verbunden mit der Motivation, eine Rolle als Führer eines Teams oder einer anderen Gruppe zu übernehmen. Sie ist gleichbedeutend mit der Verpflichtung und dem Engagement, Andere zu führen, nicht nur aus einer formalen Autoritätsposition heraus. In der grundlegenden Dimension reicht dabei die Spanne der Führungsrolle in einer komplexen Skalierung vom Leiten von Meetings bis zum charismatischen und inspirierenden „Mobilisieren“ Anderer durch unwiderstehliche Visionskraft und Führung.

Zu den Sub-Kompetenzen zählen u.a.:

  • die Fähigkeit, Aufgaben an Untergebene zu delegieren
  • die Fähigkeit, Untergebene zu motivieren und zu unterstützen
  • die Anwendung komplexer Strategien, um Moral und Produktivität im Team zu verbessern

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